Rebalancing und antizyklisches investieren

Was ist Rebalancing und antizyklisches investieren und lohnt sich das überhaupt?

Mehrwert

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass deine Rendite um 0,5 % pro Jahr niedriger ist wenn du Rebalancing nicht einsetzt.

Aber was ist Rebalancing überhaupt? Es handelt sich hierbei um eine Umschichtung von beispielsweise Aktien und Renten. Zweck ist die Wiederherstellung einer gewünschten Allokation. Diese wird auch Zielallocation genannt und richtet sich nach deinem Risiko, welches du tragen möchtest. Danach richtet sich natürlich auch deine Rendite.

Aber wieder zurück zum Mehrwert. 0,5 % Punkte auf 35 Jahre, ergeben 20 % mehr Kapital. Das ist doch schon ein recht großer Unterschied wie ich finde. Dieses resultiert daraus, dass wenn Aktien (hier nur als Beispiel zu sehen) stark gestiegen sind, ein Teil der Aktien verkauft wird und in günstigere Anleihen investiert wird.

In der Vergangenheit gab es durch aus eine negative Korrelation zwischen Aktien und Anleihen. Heute ist es ein bisschen anders aufgrund der Notenbanken und deren Zinspolitik. Dadurch ergibt sich die Frage, ob Rebalancing tatsächlich noch eine höhere Rendite erwirtschaftet.

Die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen hat sich aufgrund des günstigen Geldes am Markt verschoben. Für die Zukunft bleibt also abzuwarten, ob Rebalancing beziehungsweise antizyklisches investieren tatsächlich noch ein Mehrwert schafft.

Automatisch antizyklisches Investieren

Antizyklisches investieren bedeutet, dass die günstigere Anlageklasse gekauft wird und die, die stark gestiegen ist, verkauft wird. Über lange Zeiträume gleichen Anlageklassen die Unterschiede, die über die Zeiträume entstanden sind aus. Das Verhältnis zwischen den Abständen zweier Anlageklassen bleibt in der Regel aber identisch. Doch genau die Differenz der Rendite zwischen den einzelnen Anlageklassen hat sich in der letzten Zeit stark verschoben. Dieses ist der Notenbankpolitik geschuldet. Allerdings hat die Investitionen in Anleihen noch einen sinnvollen Hintergrund. Hier geht es nicht nur um die Stabilität Deines Depots, sondern auch um das antizyklische Verhalten beispielsweise bei einem Börsencrash. So hast Du eine Cash Reserve um günstig nachzukaufen (antizyklisches Investieren).

Kein Markettiming

Einer der wichtigsten Punkte beim Rebalancing ist es, dass Markettiming auszuschalten. Du solltest dir vorher ein oder zwei Termine im Jahr vor ab heraussuchen, an denen du den Kauf und Verkauf, die Herstellung der Zielallocation, durchführst. Dieses ist deshalb so wichtig, damit du nicht willkürlich versuchst zu verkaufen und zu kaufen. Genau diesen Fehler, das Markettiming, machen jährlich Tausende von Anlegern und verlieren dadurch einen Teil ihrer Gewinne.

Aus diesem Grunde bestimme die Termine der Reallocation vorab.

Steuern und Transaktionskosten

Rebalancing kostet! Es ist nicht die Welt, allerdings solltest du wissen, dass Kosten entstehen. Bei einem Verkauf wird in der Regel Abgeltungssteuer fällig und auch Transaktionskosten werden Dir berechnet. Aus diesem Grunde solltest du es nicht übertreiben. Einmal bis zweimal im Jahr ist aber völlig in Ordnung.

Der Sparplan-Effekt

Ein Sparplan hilft Dir auch Markettiming zu vermeiden. Allerdings sind meistens die Transaktionskosten etwas höher als wenn Du einmalig einen größeren Betrag investierst. In der Regel sind diese Kosten aber zu vernachlässigen.

Gleichzeitig nutzt Du auch den Durchschnittskosten-Effekt (cost average effect).

Umsetzung

Die Umsetzung kannst Du selbst in die Hand nehmen. Aber bitte sei dann konsequent mit den Terminen und vor allem tue es. Bei der Umsetzung scheitern die meisten Anleger.

Wenn Du nicht konsequent genug bist, solltest einen Dienstleister beauftragen (einige Vermögensverwalter bieten das an genauso wie Honorarberater).
Auf der anderen Seite gibt es auch Depots, die eine automatische Reallocation durchführen. Du musst nicht schauen, ob es tatsächlich durchgeführt wurde das Rebalancing, weil die Computer-Systeme dieses automatisieren erledigen.

Ein Fin-Tech welches Dir seine Leistung für sehr schmales Geld, also niedrige Gebühren anbietet, ist beispielsweise Ginmon.

Hier wird das Rebalancing automatisiert durchgeführt. Eine gute Alternative!

Ginmon Weltportfolio