Finanzielle Ziele schneller erreichen

Heute möchte ich Dir etwas vorstellen, mit dem Du schneller vorankommst. Mit der 72er Regel kannst Du Finanzielle Ziele schneller erreichen. Die Regel kommt aus der Mathematik, ist also wissenschaftlich belegbar, und ist eine Faustformel der Zinsrechnung.

Die 72er Regel gibt Dir einen Nährwert an, nach wie vielen Jahren sich Dein Kapital im Nennwert verdoppelt. Sehr praktisch gerade in Bezug auf Investitionsentscheidungen. Genauso könntest Du auch die benötigte Rendite berechnen.

72er Regel kurz erklärt

Die Anwendung ist ein Kinderspiel. Mit ein bisschen Übung im Kopfrechnung kannst Du sehr schnell den benötigten Wert ermitteln. Dazu teilst Du die Zahl 72 durch die Prozentzahl des jährlichen Zinssatzes des angelegten Betrages, daher kommt der Name der 72er Regel.

Es ist wirklich nur ein Nährwert aber ein sehr einfach zu berechnender und dabei noch ziemlich genau. Aus diesem Grunde finde ich diese Regel auch so praktisch.

Warum funktioniert die 72er Regel?

Ich bin kein Mathematiker und auch kein Lehrer, der in ausführlicher Tiefe sicherlich die Herleitungen auf dem Stegreif erklären könnte. Ich verstehe die Herleitung und weiß, wie sie funktioniert.

Diese Dir zu erklären, traue ich mir allerdings nicht zu. Aber eine sehr gute und relativ einfache Erklärung bietet fintool.ch an. Schaue Dir das kurze Video an und Du wirst verstehen wie die 72er Regel funktioniert bzw. warum die Regel eigentlich 69er Regel heißen müsste.

 

 

Und das Risiko?

Wenn wir von finanziellen Zielen sprechen und wie Du diese schneller erreichen kannst, sollten wir auch über das Risiko sprechen. Grundsätzlich wird ja behauptet, umso höher die Rendite ist, desto höher ist auch das Risiko. Aber stimmt das wirklich?

Es gab diesen Zusammenhang und wahrscheinlich stimmt es heute auch noch zu großen Teilen. Allerdings bedeutet das nicht, dass Investitionen mit geringen Renditen kein Risiko beinhalten. Im Gegenteil, wenn wir uns die Anleihen-Welt anschauen, bekommst du keine Rendite und hast trotzdem ein Ausfallrisiko. Teilweise sogar ein erhebliches.

Analyse der Risiken

Bei den Risiken kannst Du erstmal überlegen was alles passieren könnte. Ähnlich wie bei einem Brainstorming. Umso mehr Menschen mit von der Partie sind, desto mehr Ideen kommen. Ein sehr spannender Prozess bei dem Du viel lernen kannst. Anschließend würde ich analisieren wo sich der größte Engpass befinden oder wie dieser aussieht. Manchmal sind es auch mehrere.

Beispielsweise kannst Du bei einer Photovoltaikanlage zwei Hauptrisiken identifizieren. Das ist zum einen die gesetzliche Einspeisevergütung (diese könnte sich ja durchaus verändern auch wenn es eine 20 Jahres Garantie gibt) und zum anderen sind es die Erträge im Allgemeinen. Aus diesem Grunde wird vorher sehr genau gerechnet, wo und wie es sich lohnt. Alle weiteren Risiken lassen sich auslagern, vermeiden oder können abgesichert werden.

Bei Immobilien gibt es eine Vielzahl von Risiken. Die Frage ist nur, welche besonders teuer werden können und wie Du sie vermeiden kannst. Schlussendlich obliegt die Entscheidung ja Dir. Und jede Immobilie birgt andere Risiken alleine schon aufgrund der unterschiedlichen Zeitpunkte der Erstellung. Immobilien, die ab 1970 gebaut worden sind bergen andere Risiken ab Immobilien aus den 90er Jahren.

Risiken bei Immobilieninvestments

Fazit

Die 72er Regel ist eine hilfreiche Faustformel, die aber nichts über das Risiko der Anlage aussagt. Diese solltest Du immer separat beurteilen. Dann in Verbindung mit Rendite und Risiko kannst Du Dir eine Entscheidungsmatrix bauen und abwiegen, ob es für Dich in Frage kommt. Bitte rechne auch immer Deine Eigenkapitalrendite aus, weil diese sich erheblich durch Fremdkapital hebeln lässt auch wenn das nicht immer sinnvoll ist.

Liebe Grüße

Dein Henning