Learnings aus dem Cashflow Spiel

Heute möchte ich mit Dir meine Learnings aus dem Cashflow Spiel teilen. Ich habe bislang 25 identifiziert aber gibt es bestimmt noch weitere, die ich noch nicht erkannt habe oder vergessen habe. Deshalb würde ich mich über Ergänzungen von Dir in den Kommentaren freuen.

Wenn Du das Spiel noch nicht kennst, kannst Du hier dazu mehr erfahren!

Du kannst gerne mit von der Partie sein, Ich lade Dich gerne in die Meet up Gruppe ein. Carsten von finanziellfit.de war erfreulicherweise auch wieder mit dabei. Nun aber zu meinen Learnings aus dem Cashflow Spiel.

1.) Der Beruf ist nicht immer entscheidend

Interessanterweise habe ich es bis jetzt immer auf den Fast Track geschafft mit Berufen, die wenig Einkommen und geringe Kosten hatten. Auch mit anderen Berufen habe ich schon den Fast Track erreicht aber nicht ganz so häufig. Deshalb ist Dein Beruf nicht entscheiden!

2.) Mehr verdienen als Du ausgibst

Wie auch im richtigen Leben, müsstest Du irgendwann Insolvenz anmelden, wenn Du langfristig mehr Kosten als Einnahmen hast. Das ist beim Cashflow Spiel nicht anders. Allerdings gelten gesonderte Regeln im Spiel. 🙂

3.) Konsumschulden schnellst möglich tilgen

Konsumschulden sollte man ja möglichst schnell tilgen. Im Spiel sind jedoch die Zinsen für Kreditkartenschulden , BAFÖG-Darlehen, etc. erheblich günstiger als in der Realität. In der Regel zwischen 3% bis 5%, sodass es sich kaum rentiert  diese zu tilgen. Allerdings sind die Bankschulden mit 10% Zins teuer und aber realistisch. Den gleichen Zins zahlst Du ja auch bei Dispositionskrediten und Kreditkarten.

4.) Reserven aufbauen für Unvorhergesehenes

Du solltest immer genug Kapital vorhalten um unvorhersehbare Anschaffungen zu tätigen. Eine neue Waschmaschine, eine Autoreparatur oder ein neuer PC sollten aus Deinen Reserveren bezahlt werden können ohne neue Konsumschulden aufzubauen. Im Spiel gibt es ein Extra-Feld dafür. Das Schnickschnack Feld oder wie mein Sohn es nennt „Schicksalsfeld“!

5.) Chancen erkennen und nutzen

Naja, ist eigentlich selbstredend.

6.) Reserven haben oder schaffen für Investitionen

Reserven für Investitionen zu haben, bedeutet Kapital anzusparen und auf die richtige Möglichkeit zu warten.

7.) Eltern sein und die Kosten

Im Spiel gibt es das Baby-Feld. Immer dann, wenn Du auf dieses Feld kommst, kannst Du deinen Kosten „ein Kind“ zufügen. Je nach Beruf geht es bei 100 Euro pro Zahltag los und geht bis 700 Euro.

8.) Schnickschnack vermeiden

Im Spiel kannst Du die „Schicksalskarte“ oder das Schnickschnack Feld nicht vermeiden. In der Realität kannst Du auch mit sehr wenig Geld auskommen, wenn Du auf den Schnickschnack verzichtest und nur das kaufst, was Du wirklich brauchst.

9.) Booster Wohltätigkeit

Wohltätigkeit ist nicht nur im Spiel ein Booster. Immer, wenn Du etwas für andere tust, kommt es häufig zig-fach wieder zu Dir zurück. Nicht immer und nicht auf Knopfdruck. Im Spiel kannst Du plötzlich mit 2 Würfeln spielen und Du kommst schneller über den Zahltag und kannst Deinen Cashflow einstreichen.

10.) Sei geduldig auch, wenn Du es eilig hast

Das schöne am Spiel ist es, dass Du Dich ärgen kannst, fluchen oder auf den Kopf stellen aber wenn Du nur eine 1 oder 2 würfelst und voran kommen möchtest, geht es einfach nicht schneller. Also übe Dich in Geduld. Wenn Du am Gras ziehst, wächst es auch nicht schneller.

11.) Aktien sind volatiler als Immobilien

Im Spiel genauso wie zur Zeit im Leben. Immobilien sind jedoch nicht frei von Schwankungen. Das vergessen viele Menschen. Wenn die Aktien aufgrund einer Krise hier in Deutschland einbrechen würden, würden auch die Immobilienpreise sehr wahrscheinlich sinken. Wenn die Wirtschaft eines Landes schwächelt, ist das die logische Konsequent. Siehe USA 2008!

12.) Eigenkapitalrendite statt einfach nur Rendite

Das Cashflow Spiel vereinfacht die finanziellen Daten erheblich. Dadurch, dass bei den Immobilienangeboten im Spiel immer die Anzahlung (Eigenkapital) direkt neben dem Cashflow steht, wird Dir ziemlich schnell bewusst, dass es um die Eigenkapitalrendite geht und nur zweitrangig um die Gesamtrendite.

13.) Von kleinen zu großen Deals

Häufig fangen wir mit kleinen Deals an und steigern uns dann zu großen Deals, So auch im Spiel. Besser als in der Realität ist es allerdings, dass Du im Spiel ohne reale Verluste anfangen kannst.

14.) Fange an und mache Fehler

Genau dafür wurde das Spiel entworfen. Und Du kannst Dich über Deine Entscheidungen freuen, wenn es funktioniert hat. Wie bei einem Börsenspiel bloß umfangreicher.

15.) Halte Deine Kosten gering

Eine alte aber weise Regel. Unser Konsum passt sich automatisch dem erwarteten Einkommen an. Zumindest beobachte ich das bei 90% der Menschen. Bitte achte ganz bewusst auf Deine Kosten und notiere Dir diese mindestens in einer Liste.

16.) Passives Einkommen um dem Hamsterrad zu entkommen

Das erste Ziel im Spiel ist es, dass Dein passives Einkommen Deine Kosten übersteigen. Dann bist Du endlich frei und Du musst nicht mehr für Deinen Lebensunterhalt arbeiten.

17.) Werde niemals arbeitslos

Das Feld Arbeitslosigkeit ist für mich persönlich das schlimmste. 1x Deine Kosten zahlen und 2x aussetzen. In manchen Spielen bin ich 5 bis 6 x auf das Feld gekommen. Wie es gehasst habe! Die Kosten und das Aussetzen tat mir als Unternehmer richtig weh, weil ich nicht arbeitslos werde! 🙂

18.) Was ist Dein nächster Schritt?

Es macht Sinn darüber nachzudenken. Manchmal muss man ein kleineres Engagement loslassen um Eigenkapital für einen großen Deal zu haben. Frage Dich permanent, wie Du besser vorankommst.

19.) Helfe Deinen Mitmenschen / Mitspielern

Du lernst am meisten, wenn Du Deinen Mitspielern hilfst zumindest am Anfang. Anschließend kannst Du von den Entscheidungen Deiner Mitspielern unterschiedlichste Denkmuster kennen lernen.

20.) Geld alleine macht nicht glücklich

„Geld alleine macht nicht glücklich Es gehören auch noch Aktien, Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu“  Danny Kaye

In eigentliche alle relevanten Vermögensklassen kannst Du auch im Cashflow Spiel investieren. Autowaschanlagen, Aktien, Goldmünzen oder Immobilien.

21.) Buchhaltung und Zahlen

Wenn Du das Spiel ohne App spielst, lernst Du gleich noch was es bedeutet eine Buchhaltung zu führen oder eine Vermögensbilanz zu erstellen. Es ist erstaunlich wie viele kleine Details im Spiel stecken.

22.) Günstig kaufen und teuer verkaufen

Klar doch, wirst Du jetzt denken. Aber warum warten wir denn in der Praxis solange ab? Es würde doch viel mehr Sinn ergeben eine „teuere Vermögensklasse“ jetzt zu verkaufen und in eine andere, die nicht so gut gelaufen ist, zu investieren.

23.) Mal läuft es und mal auch nicht

Interessanterweise habe ich manchmal das Gefühl, es läuft gerade bombastisch und manchmal denke ich, ich komme nicht vom Fleck. Kennst Du das?

24.) Zwei Schritt vor, ein Schritt zurück

Rückschläge gibt es auch im Cashflow Spiel. Nehme bewusst wahr wo Du gerade stehst und ob sich Deine Situation seit Beginn verändert hat. Vielfach ist es nur eine Frage der Perspektive.

25.) Gefühlsdusel

Spiele können Deine Gefühle krass verstärken. Manche Menschen hören aus diesem Grunde mit dem Spielen von Gesellschaftsspielen auf. Und auch ich habe gerade bei dem Feld Arbeitslosigkeit mich regelmässig machtlos gefühlt. Durch diese verstärkenden Gefühle, obwohl es ja nur ein Spiel ist, kannst Du eine ganze Menge über Dich selbst lernen.

Kurze Frage an Dich: „Wie kann ich monatliche Steigerungen bspw. 250 Euro in der Cashflow App darstellen? Ich habe eine Markt-Karte gezogen und wusste nicht wie ich dieses in der App umsetzen sollte.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal

Henning